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Weingut Paul Knod · weingut.knod@t-online.de · Tel. 0 65 41 / 92 70 |
Bald mehr über das Weingut Paul KnodTraditionalist mit VisionenDer Burger Winzer Rainer Knod erhält den DLG-Bundesehrenpreis in Gold
Das Weingut Paul Knod in Burg ist in die Spitzengruppe der deutschen Weinerzeuger aufgestiegen. Es wurde gestern in Mainz mit dem Bundesehrenpreis in Gold der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) ausgezeichnet. Rainer Knod ist kein Mann, der viel Aufhebens um seine Person macht, der sich nicht, wie manch einer seiner Kollegen, in Szene setzt, um sich und seine Weine medienwirksam zu präsentieren. Dabei hätte er allen Grund dazu. Spätestens seit seinem Erfolg beim Riesling Grand Prix 2005 in Trier, wo er gegen nationale und internationale Konkurrenz den zweiten Platz mit einem 2003er Burger Wendelstück Riesling S errang, ist er in der Fachpresse kein unbeschriebenes Blatt mehr. Und gestern wurde er in Mainz mit einem Preis ausgezeichnet, der in der Weinwirtschaft allerhöchstes Ansehen genießt: Der 40-jährige Winzer erhielt den Bundesehrenpreis in Gold der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft. Mit diesem Preis werden ausschließlich Betriebe geehrt, die über Jahre hinweg herausragende Leistungen erbringen. Seit 1995 führt Rainer Knod den Betrieb, den er von seinem Vater übernommen hat. Und seitdem dreht er kontinuierlich an der Qualitätssschraube. Die Weinphilosophie des gelernten Weinbau-Ingenieurs hört sich simpel an, verlangt aber einen hohen Einsatz. Knod: „Man kann an der Mosel als Steillagenwinzer gut existieren, wenn man die Qualität maximiert. Es gibt genügend Leute, die trinken Wein, weil er gut ist und nicht, weil er billig ist.“ Die meisten seiner Weinberge in Reil, Burg und Traben-Trarbach sind traditionelle Steillagen, in denen ausschließlich Riesling wächst. 85 Prozent seiner Flächen sind mit dieser Rebsorte, die als Königin unter den Weißweinen gilt, bestockt. „Als ich anfing, habe ich vieles hinterfragt und dann Schritt für Schritt Dinge verändert“, sagt Knod. 1998, 1999 sei die Wende erstmals richtig spürbar gewesen. Top-Qualitäten auf Dauer zu erzeugen, ist nur möglich, wenn man die Erntemenge reduziert. Dazu gehört, im Winter relativ wenige „Augen“ (Knospen) anzuschneiden, und dazu gehört, im August, wenn die Traube beginnen zu reifen, „auszudünnen“. Das heißt, im Juli/August werden Trauben abgeschnitten, damit sich in den verbleibenden Früchten mehr Aromastoffe bilden können. In diesem Jahr erntete Knod beim Riesling 6000 Liter/Hektar, das ist deutlich weniger als der Gebietsdurchschnitt. Ganz wichtig für Rainer Knod ist der optimale Lesetermin. „Man muss den Punkt erwischen, wo die Traube so reif ist, dass sie kurz vor dem Beginn der Fäulnis steht.“ Um das zu erreichen, geht er im Herbst zwei-, dreimal durch die Weinberge, damit nur die „richtigen“ Trauben in der Bütte landen. Seine Lesehelfer hat er entsprechend angelernt. Im Keller setzt Knod ganz auf die Tradition. Knod: „Da bin ich stockkonservativ.“ Ein Großteil seiner Weine, vor allem die trockenen Rieslinge, baut er im Holzfass aus, lässt sie spontan vergären und möglichst lange auf der Hefe liegen. Knod: „Durch den ganzen Schnickschnack in der Kellerwirtschaft erhält man nur vordergründige Weine. Die sind im ersten Moment zwar ganz toll, haben aber auf Dauer keine echte Substanz.“ von Winfried Simon
Weingut Paul Knod · Kirchstr. 8 · D-56843 Burg / Mosel · Tel. 0 65 41 / 92 70 · Fax 0 65 41 / 81 13 28
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